35 Stunden wach!

Es geht tatsächlich los. Jetzt heißt es: Aufbrechen zu unserer Konzert-Tournee nach China! Treffpunkt 9:45 Uhr in Frankfurt am Flughafen. Mit sehr viel Gepäck aber guter Laune ging es zum Check-In. Die Vorgabe war streng: Wir mussten unseren Koffer unter 20 Kg halten. Die Instrumente sollten zum Großteil ins Handgepäck, was bei uns schon ein wenig Bammel erzeugt hat. Wird das so durchgehen oder müssen wir die wertvollen Instrumente als Gepäck aufgeben?

Band Gate

 

Die Bassposaune musste in den Frachtraum, das war schon eingeplant! Für die anderen großen Instrumente hatten wir noch drei Extra-Plätze reserviert. Der Check-In verlief dann voll nach Plan. Nun hieß es noch warten auf unser Flugzeug: Eine Boeing 777 der Air China.

Flugzeug Gate

Das Boarding lief erstaunlich gut. Niemand beschwerte sich wegen der Instrumente. Obwohl wir einen ausgebuchten Flug hatten, konnten alle Instrumente mit Hilfe der Stewardessen untergebracht werden! Nach ein paar Minuten Verspätung startete das Flugzeug und alle setzten sich die Kopfhörer auf…

Flug

Nach über 9 Stunden setzten wir dann in Peking auf. Jetzt mussten wir uns erst einmal komplett durchleuchten lassen. Die Sicherheitsvorkehrungen sind immens, so mussten wir alle unsere Fingerabdrücke einscannen lassen. Aber sei’s drum: Wir sind endlich in China angekommen. Da wir während des Flugs 7 Zeitzonen durchflogen haben, übersprangen wir die Nacht und kamen morgens um 7 an. Der Jetlag war da, aber zum Ausruhen war keine Zeit. Wir mussten direkt zum Zug nach Taijuan. Im Flughafen wurden wir von unseren Begleitern Ulrich Adomeit und Peong Peong (von der chinesischen Kultur-Agentur, die unsere Tournee organisiert) empfangen.

Bandfoto

Ohne Zeit zu verlieren ging es zum Busshuttle. Und das hieß dann schon den ersten Kulturschock zu erleben: Den chinesischen Straßenverkehr! Ein Abenteuer für den ordnungsliebenden Deutschen. Es gibt zwar Ampeln, Zebrastreifen und Verkehrsschilder – diese werden aber gekonnt ignoriert. Trotzdem funktioniert das System.

Band Reise

Am Bahnhof angekommen fielen erneut Sicherheitschecks an: Wieder werden unsere Koffer durchleuchtet und wir abgescannt. Der Schnellzug nach Taijuan, war bereits da. Schon 24h auf den Beinen standen nun 3h Stunden Zugfahrt bevor. Den Jetlag spürte jeder in den Knochen und so fielen dann auch sehr schnell viele müde Augen zu.

In Taijuan angekommen ging es im Busshuttle zum Hotel. Auch hier brauchten wir wegen des unheimlichen Verkehrsaufkommens eine lange Zeit für eine relativ kurze Strecke. Um 17 Uhr kamen wir im Hotel an, bereits über 30 Stunden unterwegs. Alle wollten eigentlich nur noch eins: Endlich Zähneputzen, duschen und dann schlafen! Das entpuppte sich aber als Wunschvorstellung. Die Ansage: Nach 30 Minuten wieder unten in der Lobby treffen und ab zum Abendessen. Die Zeit reichte nach dem Beziehen der Zimmer tatsächlich nur zum Zähneputzen und zur Katzenwäsche.

Unser Guide Peong Peong führte unsere doch sehr fertige Horde dann zu einem sehr kleinen chinesischen Imbiss. Es führte allerdings eine Treppe in den ersten Stock und hier zeigte sich dann ein relativ modernes und größeres Restaurant. Unser erstes richtiges chinesisches Essen offenbarte dann den zweiten Kulturschock: Es gibt keinerlei Besteck, nur Stäbchen! Diese Herausforderung nahm die Band tapfer an, was blieb auch anderes übrig? Abgesehen von der Stäbchen-Challenge blieb aber nur eins zu sagen: Wer sich traute, konnte sehr leckeres Essen genießen! Manches war sehr exotisch und undefinierbar, aber alles schmeckte wirklich gut. Nur die Vegetarier unter den MusikerInnen kamen leider etwas zu kurz, hungrig musste aber niemand den Laden verlassen.

Restaurant

Zusammen gingen wir zurück zum Hotel und endlich, nach langen 35 Stunden, fielen alle todmüde auf ihre steinharte Matratze! Gute Nacht und bis morgen.

 

– Max Schneider, Johannes Bund

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