Von Taiyuan nach Peking

Langsam fangen wir an uns mit der chinesischen Kultur anzufreunden, den ersten Kulturschock haben wir soweit verarbeitet. Heute gilt es dann auch mal den Tour-Alltag zu erleben.  Der Plan ist, früh mit dem Schnellzug nach Peking zu fahren, um dort rechtzeitig mit dem Souncheck und dem Konzert anzufangen. Wir treffen uns bereits um 06:00 Uhr zur Abfahrt mit dem Busshuttle. Etwas verschlafen und ohne Frühstück macht die Truppe sich auf den Weg.

Zug

Am Bahnhof angekommen nehmen wir die Sicherheitschecks schon mit mehr Routine. Mit der Erfahrung der Vortage können wir der Hektik mit mehr Gelassenheit entgegentreten, auch wenn unser Guide Peong Peong [Ping Ping] ständig mahnend auf die Uhr zeigt. Übrigens macht er einen sehr guten Job. Wir alle sind begeistert von seinem Organisationstalent und er übertrifft sich immer wieder selbst mit den Restaurants und Ausflugszielen, die er auswählt. Aber davon werdet ihr in den nächsten Einträgen auch noch mehr lesen.

Die Zugstrecke von Taiyuan nach Peking haben wir ja schon am ersten Tag gesehen. Somit bleiben jetzt 3h Stunden Zeit um etwas anderes zu machen: Ausschlafen bzw. Ausruhen für das was da noch kommt. Während wenige wach bleiben, um endlich mal diesen Blog zu füttern oder Ähnliches zu erledigen, fällt der Rest der Band zurück in den Tiefschlaf. Zugegeben, die Landschaft hier ist auch nicht sonderlich interessant: In den Städten reihen sich riesige Wohnblocks aneinander und sobald man der grauen Betonwüste entflieht, erwartet einen eine ebenso karge und zerklüftete Landschaft.

Transfer

Zurück in der Betonwüste namens Peking (das es hier auch schönere Hochhäuser als Plattenbauten gibt, erfahren wir erst später) geht es zuerst zum King’s Joy Hotel. Dort angekommen reicht die Zeit grade um einzuchecken und die Koffer aufs Zimmer zu bringen, denn das Mittagessen steht schon bereit. Heute gibt es Peking-Ente! Danach steht der Transfer zum Veranstaltungsort schon bereit. Diesen Abend spielt die Band im „National Library Art Center“, ein schöner und moderner Konzertsaal. Gewappnet durch den ersten Soundcheck in Tayjuan nimmt das Orchester und allen voran Tim (der Mann für alles) die Hürden des Soundchecks in Peking. Sowohl technische als auch Verständigungsprobleme lassen sich alle regeln. Letztendlich treffen wir auch unseren Gastmusiker. „Joe“ der chinesische Startrompeter wird heute Abend einen Song mit uns spielen.

Cho

Nach dem Soundcheck lernen wir, was die Chinesen unter einem kleinen Snack verstehen. Ursprünglich hat Tim eine kleine Stärkung für die Band bestellt. Peong Peong führt uns allerdings in ein Top-Restaurant, in dem wir mal wieder eine üppige Mahlzeit aufgetischt bekommen. Wir versuchen nicht zu viel zu essen um noch spielfähig zu bleiben. Wer allerdings von allem auch nur ein wenig probiert, ist nachher mehr als satt.

Konzertsaal

Gut gestärkt geht die Band ins Konzert, welches sie später auch zufrieden verlassen wird. Konzentriert arbeiten wir uns durch zwei Sets, in denen verschiedenste Stilrichtungen gefordert werden. Von dem Funk-Opener „In the stone“ über den Swingklassiker „Opus One“ und dem Shuffle „Chinoise Blue“ von unserem musikalischen Leiter Jens, bis hin zu der Popballade „Can you feel the love tonight“ zeigt die Band was sie kann. Und ca. 580 Gäste sind begeistert. Auch die spontanen Seiten des Jazz kann die Band meistern, sei es eine spontane Ansage des Veranstalters während dem Opener oder ein kurzfristiger Wechsel der Stilrichtung bei „My heart belongs to daddy“. Auch Cho der „Chinoise Blue“ mit uns bestreitet ist überzeugt von der Band. Und wir von ihm, ein sehr sympathischer Jazzer.

Crowd

Das erfolgreiche Konzert feiert die Band dann anschließend in der Nähe des Hotels. Wir sind in einem Touristenviertel untergebracht. Somit mangelt es hier nicht an Snacks und Bars. Schnell finden wir ein Backpackerhostel mit angegliederter Kneipe die Platz für eine Horde Musiker bietet. Neben dem gelungen Tourtag gibt es noch eine weitere Neuigkeit zu feiern: Wir bleiben zwei Tage in Peking und werden die chinesische Mauer und die verbotene Stadt besichtigen! Freut euch schon mal auf den nächsten Blogeintrag.

Live

Schöne Grüße bis dahin,

euer JJOSaar

– Johannes Bund

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