Hangzhou – Das Teeparadies

Die Flut an Eindrücken hört nicht auf. Auch am zweiten Tag in Hangzhou gibt es viel Neues zu erleben. Nach dem Frühstück im Hotel haben wir zuerst mal Zeit zur freien Verfügung. Wie so oft teilt sich das Orchester in kleinere Gruppen auf. Zum Beispiel begeben sich manche zu Fuß in ein nahegelegenes Kulturzentrum und andere suchen sich Taxis in die Fußgängerzone. Taxifahrten in China sind noch spannender als die Busfahrten, aber spotbillig.

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Hangzhou ist die Stadt für neureiche Chinesen. Dementsprechend pompös ist die Fußgängerzone eingerichtet. Riesige Bildschirme bewerben allerlei Konsumgüter, die wir in nicht minder großen Geschäften kaufen könnten. Ganz vorne mit dabei sind „Apple“ und „Adidas“. Auch beliebt hier sind westliche Bäckereien, in der noblen Gegend finden wir gleich mehrere. Auf dem Rückweg besorgen wir dort noch einen Kuchen, denn Anna hat heute Geburtstag!

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Danach geht’s wieder in eine Touristenmeile. Wer sucht, der findet auch hier wieder allerlei „kulinarische Spezialitäten“. Da wir aber mittlerweile mehr Erfahrung haben, findet jeder etwas, das ihm passt. So langsam ist auch ein Ende der Reise in Sicht, sodass sich die Bandmitglieder hier mit allerlei Souvenirs ausstatten.

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Von der Fressmeile fahren wir dann raus aus der Stadt zu den Teefeldern, für die Hangzhou bekannt ist. Die Berge und die Landschaft außerhalb der Stadt sind wunderschön. Endlich sehen wir mal etwas anderes als Stadt. Die Luftfeuchtigkeit ist hier sehr hoch, sodass hier allesmögliche wächst. In den Teebergen sollen wir eine traditionelle Teezeremonie erleben. Allerdings wird uns nur schnell ein Tee ausgeschenkt und während wir schlürfen wird uns erklärt, wie gut der grüne Tee ist, den wir hier kaufen können. In auffällig gutem Englisch wird die Teezeremonie zur Verkaufszeremonie. Etwas enttäuscht nutzen wir die Gelegenheit und spazieren durch die Teefelder.

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Anschließend gibt es noch ein Essen. Zum Essen selbst haben wir wohl in den letzten Einträgen genug gesagt – das wirklich Interessante passiert nach dem Mahl. Auf dem Weg aus dem Restaurant und über die Straße kommt uns ein Mann wild fuchtelnd entgegen. Bevor wir begreifen können mit wem er redet und was er von uns will, geht es schon los. Ein lauter Knall keine 5m von uns entfernt lässt alle zusammenschrecken. Der Chinese hat auf der gegenüberliegenden Straßenseite ein Feuerwerk gezündet! Raketen, die in Deutschland nicht mal an Silvester erlaubt wären, werden direkt vor unserer Nase gezündet. Völlig perplex und mit den Fingern in den Ohren bleiben wir im Ascheregen stehen und betrachten das Schauspiel.

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Zurück im Hotel schnappt sich jeder sein Instrument und geht zurück in die Lobby, denn heute besuchen wir eine lokale Session in einem nahegelegenen Jazzclub. Leider kommt Peong Peong in letzter Sekunde mit der Nachricht, dass wir dort heute leider nicht spielen dürfen. Zum Glück sind wir jetzt spontane Planänderungen gewöhnt und planen den Abend selbst um. Während ein Großteil der Band in einer Bar um die Ecke den Geburtstag feiert, geht ein anderer Teil auf Verdacht in den Jazzclub um dort ein tolles Konzert einer kanadischen Jazzcombo zu erleben. So hat jeder etwas von dem Abend.

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Bis zum nächsten Eintrag,

euer JJOS

– Johannes Bund

Ein Kommentar zu „Hangzhou – Das Teeparadies

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