Die Mauer

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Nur schwer lassen sich beide Augen öffnen. Der „harte Kern“ des Orchesters quält sich mühsam aus dem Bett. Warum sind wir gestern bloß so lange wach geblieben? Wir haben uns über das Sightseeing-Angebot sehr gefreut, aber nun gilt es erstmal aufzustehen und die Reise anzutreten. Denn heute geht es zur Chinesischen Mauer!

Langsam aber sicher füllt sich die Lobby mit Orchestermitgliedern, denn heute will niemand im Hotel zurückbleiben, egal wie kurz die Nacht war. Ausnahmsweise ist das Essen auch nur Nebensache. Das Hotel bietet uns ein kontinentales Frühstück/ Mittagessen. Wir freuen uns, Dinge wie Pommes, Ei und Toast wiederzuerkennen und stärken uns für den Tag.

Die Busfahrt zum nahegelegenen Zugang zur Mauer dauert 2 Stunden. Auf der Fahrt ist das Orchester ungewohnt ruhig – zum ersten Mal. Wer nicht sofort einschläft, hat noch die Chance durch das Busfenster die beeindruckenden Wolkenkratzer von Peking zu betrachten – eine willkommene Abwechslung zu den vielen Plattenbauten. Danach gibt es nur noch Autobahn und dann ländliche Gegend zu sehen. Bis endlich Berge und erste Blicke auf eine längliche Struktur auf dem Bergkamm erahnen lassen, was wir später sehen werden.

Immer noch müde aber voller Erwartung dessen, was da kommt, schleppen wir uns aus dem Bus und durch eine Touristenmeile. Und dann: Stufen! Klar, die Mauer liegt auf dem Berg und ist nicht leicht zu erreichen, aber müssen es wirklich tausende Stufen sein? Naja, wenigstens ist die Luft sehr frisch, im Gegensatz zu der Stadtluft und dem Smog. Gemeinsam kämpfen wir uns aufwärts und oben angekommen relativiert sich alles! Die kurze Nacht, der mühsame Aufstieg und der Stress der letzten Tage sind wie weggeblasen. Das steinerne Monument spendet dem ganzen Orchester neue Kraft.

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Über die Mauer selbst werden wir hier nichts schreiben, es gibt zu viele Reiseberichte die das Denkmal lange und ausgiebig beschreiben. Wir halten es kurz: wer in China ist, sollte die Mauer besichtigen! Desweiteren erfahren wir, dass die Chinesen ein ähnliches Sprichwort haben: „Wer die Mauer nicht gesehen hat, ist kein Mann“. Im Rahmen der korrekten Genderung passen wir das Sprichwort etwas an und beginnen als echte Frauen und Männer den Abstieg. Die Busfahrt zurück ist wieder ungewohnt ruhig. Diesmal aber nicht wegen der kurzen Nacht, sondern wegen der Anstrengung des Tages und den gewonnenen Eindrücken.

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Bevor es zurück zum Hotel geht, machen wir noch halt in einem Restaurant. Es fällt fast schon schwer das Essen zu würdigen nach dem bisher erlebten. Einmal mehr sitzen wir zusammen an runden Tischen und uns werden die Spezialitäten der Küche serviert. Es gibt sehr viel zu entdecken in der chinesischen Küche und nicht alles sieht für uns appetitlich aus. Aber wer sich traut, wird belohnt und entdeckt viel Neues und Leckeres. Wohl genährt und erschöpft fallen wir kurz darauf in den verdienten Schlaf.

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Im nächsten Beitrag erzählen wir euch dann was von der verbotenen Stadt in Peking.

Bis dahin machts gut,

euer JJOS.

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– Johannes Bund

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